Lernfuxx Lernförderung

Logopädie-Lohmann

Einleitung

Inhaltlich wurde das Konzept aus den Erkenntnissen der klinischen Lerntherapie, der Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie entwickelt. Den Methoden und Prinzipien des Lernfuxx-Trainings liegen die neusten medizinischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse zugrunde.

Oft sind eine nicht ganz ausgereifte Entwicklung, eingeschränkte Fähigkeiten in der Wahrnehmung, Sehen oder Hören, motorische Koordinationsprobleme oder Sprachstörungen die Ursache. Deshalb können die Kinder die grundlegenden Basisfertigkeiten, die für das Lernen notwendig sind, nicht genügend entwickeln.

Das Lernfuxx-Training setzt genau an diesen Stellen an. Es fördert ein Nachreifen bestimmter Fähigkeiten, die für eine erfolgreiche Lernentwicklung notwendig sind und den Schulerfolg entscheidend beeinflussen..

Lernen ist mehr als Nachhilfe
Es werden dabei keine vorgefertigten Lektionen gepaukt und Lernprobleme lediglich „beübt“, sondern die wichtigsten Voraussetzungen für leichteres Lernen – zum Beispiel Grundlagen im Bereich von Sinneswahrnehmungen und Motorik trainiert. So wird der Entwicklungsprozess des Gehirns unterstützt und ein Werkzeugkasten für leichteres Lernen gebaut.

Lernen kommt vor dem Üben
Die Kinder lernen in abwechslungsreichen Spiel-, Übungs- und Trainingssituationen, in denen Spaß und Neugier eine genauso große Rolle spielen wie Ausdauer, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, sich anzustrengen. Dabei werden zunächst die bewusste Verarbeitung sämtlicher Sinneswahrnehmungen und die motorische Koordination geschult.

Das verbessert die Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer bei sämtlichen Lernprozessen. Weitere, wichtige Voraussetzungen für das Lesen und Schreiben werden entwickelt und vertieft:bspw. ausdauernde Beobachtung, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten besser erkennen zu können; oder Hören und Fühlen, weil Schreiben und Lesen alle Wahrnehmungsbereiche braucht.

Wie wird man ein Lernfuxx-Kind?

  1. Eltern vereinbaren einen kostenlosen und unverbindlichen Beratungstermin im „HELP-Zentrum für Logopädie und Lernförderung Christiane Lohmann“ in Meerbusch Osterath oder Düsseldorf Lörick.Hier wird geklärt, ob diese Lernmethode die Richtige für das Kind ist, oder ob sein Lernverhalten möglicherweise gesundheitliche Ursachen hat.
  2. Um die individuellen Lernvoraussetzungen des Kindes zu berücksichtigen, wird vor dem Start des Lernfuxx-Trainings immer ein ausführlicher Aufnahmebefund durchgeführt. In etwa 90 Minuten ermitteln die Lernfuxx-Experten dann anhand standardisierter Tests die individuellen Stärken und Schwächen des Kindes.
  3. Während der Startphase des Gruppentrainings können Eltern ein kostenfreies ärztliches Kurzgutachten erstellen lassen.
  4. Anhand der Ergebnisse werden Lerngruppen von 3-max 5 Kindern zusammengestellt und die jeweiligen Ergebnisse individuell angepasst. Dabei sorgt die Vielfalt individueller Fähigkeiten für eine hohe Motivation. Denn in der Gruppe können sich die Kinder positive Ansätze abschauen und gemeinsam lernen, Herausforderungen anzunehmen und zu meistern.
  5. Das Lernfuxx-Training ist modular aufgebaut und dauert in der Regel zwölf Monate. Dabei geht es zunächst um grundlegende Voraussetzungen, wie Koordination, Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer. Genauso wichtig ist eine ausdauernde Beobachtung, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten besser erkennen zu können; oder Hören und Fühlen, weil Schreiben und Lesen alle Wahrnehmungsbereiche braucht.
  6. Hat das Kind im Gruppen-Basistraining die Grundlagen für erfolgreiches Lernen erworben, kann es mit dem Lernfuxx-Online-Training auch zu Hause Lesen und Schreiben üben. In den Ferien besteht die Möglichkeit an Intensivtrainings teilzunehmen.

Warum ist der logopädische Hintergrund so wichtig?

Lernfuxx schließt die Lücke zwischen Bildung und Medizin und hilft Kindern, die Lernschwierigkeiten zeigen obwohl sie nicht „krank“ sind.

Durch ihre fachlich und medizinisch fundierte logopädische Ausbildung haben sie die Fähigkeit erlangt zu erkennen, welche Probleme und Ursachen bestimmten Störungsgebieten zugrunde liegen bzw. wie verloren gegangene oder nicht erworbene Fähigkeiten und Kompetenzen nachhaltig gefördert und aufgebaut werden können. Entwicklungsrückstände werden unterstützt und aufgeholt.

Therapeutische Intervention bedeutet, Wissenslücken, die im Entwicklungsprozess des Lernens entstanden sind, auf der Ebene zu schließen, wo sie entstanden sind und nicht einfach nur zu „beüben“, wie das oft in der pädagogischen Förderung der Fall ist.
Logopäden wissen, wie das Gehirn lernt und welche Mechanismen und Prinzipien notwendig sind, damit neu erlangtes Wissen gespeichert und automatisiert abgerufen werden kann.Diese therapeutischen Kernkompetenzen sind eine unabdingbare Voraussetzung dafür, das Lernfuxx-Trainings-Konzept umzusetzen und betroffenen Kindern nachhaltig zu helfen leichter zu lernen, den Spaß am Lernen zurückzugewinnen und in der Schule erfolgreich zu sein.

Deshalb wird das Lernfuxx-Trainings-Konzept nur in therapeutischen Lernfuxx-Partner-Praxen angeboten.

Bisher stehen diese therapeutischen Kernkompetenzen nur „kranken“ Kindern zur Verfügung. Aufgrund einer medizinischen Diagnose stellt der Arzt eine Verordnung für eine Therapie aus. Die Kosten, die durch die Behandlung in den logopädischen, ergotherapeutischen oder physiotherapeutischen Praxen entstehen, übernimmt die Krankenkasse. Verfolgt man die derzeitige Entwicklung in den Schulen, so gelangt man schnell zu der Einsicht, dass dringender Handlungsbedarf geboten ist, weil immer mehr Kinder Lernprobleme zeigen und beispielsweise Lesen und Schreiben nicht mehr so einfach lernen.

Lehrkräfte mahnen dies seit Jahren an. Pädagogen stoßen nach eigenen Angaben mit ihrem Know-how an Grenzen, weil sie dafür ausgebildet wurden „Wissen zu vermitteln“, nicht aber dafür zu erkennen, warum und auf welcher Ebene „Lücken“ entstanden sind, bzw. wie man sie nachhaltig ausgleicht und schließt, damit leichteres Lernen möglich wird.
Warum sollten Therapeuten ihr Fachwissen also nicht auch diesen gesunden Kindern, die eben diese Probleme zeigen, zur Verfügung stellen, obwohl ihnen keine medizinische Diagnose zuzuordnen ist? Das Lernfuxx-Trainingskonzept setzt genau hier an und bietet die richtige Alternative zur Nachhilfe. Profis arbeiten mit den Kindern und helfen Ihnen das Lernen zu lernen. Das macht in jeder Hinsicht Sinn, denn bevor geübt werden kann, muss zunächst etwas erlernt und verstanden werden.

Kinderärzte werden immer wieder mit dem Wunsch der Eltern nach einer Verordnung konfrontiert. Dies geschieht obwohl die Heilmittelrichtlinie die Behandlung von Lese- oder Rechtschreibstörungen ausdrücklich ausschließt. Stellt der Arzt dennoch eine Heilmittelverordnung aus, kann er dafür unter Umständen persönlich haftbar gemacht werden. Mit dem Lernfuxx-Konzept steht dem behandelnden Arzt eine medizinisch fundierte Therapie-Alternative zur Verfügung.

Was erwartet uns in den kommenden zehn Jahren?

Früher Schulfrust bei den noch jungen Kindern bereits am Anfang ihrer Schullaufbahn, gestresste und besorgte Eltern, immer mehr Kinder, die ohne Bildungsabschluss die Schule verlassen, weil sie häufig schon sehr früh den Anforderungen nicht mehr folgen konnten und nicht die richtige Unterstützung erfahren haben. Viele von uns möchten glauben, dass dies zumeist nur in „Problembezirken“ und strukturschwachen Gebieten vorkommt. Die Realität sieht jedoch immer häufiger auch anders aus.
Betroffenen Kindern ab der ersten Klasse Nachhilfe zu „verordnen“ oder sie in „Lernkuren“ zu stecken, ist nur ein schwacher Ausgleich. Denn diese Kinder müssen meist Entwicklungsrückstände des Gehirns aufholen, indem ganz gezielt daran gearbeitet wird, dass sich z.B. ihre Hirnareale besser vernetzen und sie lernen genau hinzusehen, hinzuhören, Unterschiede zu erkennen, Bewegungen gezielt, ausdauernd und schnell zu koordinieren und „selber zu denken“, denn Denken und Lernen kommt vor dem Üben.

Im ständigen Kampf zwischen den Geldtöpfen der Gesundheits- und Bildungssektors (medizinische Leistungen und staatliche Bildungsaufgaben), drohen diese Kinder weiterhin auf der Strecke zu bleiben. Ein häufiges Argument gegen Selbstzahlerleistungen in den Praxen ist, dass gerade diese Gesellschaftsschichten nicht das notwendige Geld aufbringen können, um ihren Kinder diese wichtige Unterstützung zuteilwerden zu lassen. Auch hier muss ein Umdenken stattfinden. Es ist richtig, dass viele gerade junge Familien finanziell nur geringe Spielräume haben.

Aber richtig ist auch, dass viel Geld in neuste Handys, PCs, Playstations, Tablets und Fernseher, Musikschule, Frühenglisch und teure Urlaube investiert wird. Sollte deshalb allen Kindern verwehrt werden, die ihnen fehlenden Fähigkeiten zu erwerben bzw. durch fachlich qualifizierte Unterstützung auszugleichen?

Kinder mit einer auffälligen Lernentwicklung brauchen zunächst die Basisvoraussetzungen, damit sie entspannt und mit Freude lernen können. Das zu unterstützen ist die Verantwortung der Eltern, der Gesellschaft und somit auch der Therapeuten, damit Kinder am Anfang ihres jungen Lebens gleiche Bildungschancen erhalten. Das ist das Angebot des Lernfuxxes. In Einzelfällen kann über das Jugendamt auf Antrag eine Kostenübernahme angestrebt werden. Auch Stiftungen, Fördervereine und gemeinnützige Organisationen können hier eine mögliche Unterstützung sein.

Andrea Niebel
Geschäftsführung der Lernfuxx-Training GmbH

Christiane Lohmann
„HELP-Zentrum für Logopädie und Lernförderung“